Superfood - Heimische Beeren: Vergessen Sie Superfood. Das können unsere Beeren besser!

von Kathrin Biemann

Heute schon eine Schale supergesunde Acai-Beeren gegessen, oder sind gerade keine zur Hand? Nicht schlimm. Das exotische Obst wird gerne Superfood genannt, weil es besonders gesundheitsfördernd seien soll, geradezu medizinisch. Dabei ist „Superfood“ ein reiner Marketingbegriff – unsere heimischen Beeren sind gesund, können vieles besser und müssen dafür nicht extra eingeflogen werden. Hier erfahren Sie, welche heimische Alternativen es zum exotischen Superfood gibt und was von dem Trend zu halten ist.

Inhaltsverzeichnis

Zentrum-der-Gesundheit.de geht ganz unkritisch voran und listet 15 Superfoods, ohne zu fragen, ob der Begriff eigentlich hält, was er verspricht. Es liest sich, als ginge es nicht um Lebensmittel sondern um Medikamente: „Superfoods sind Lebensmittel, die sich stark von herkömmlichen Lebensmitteln unterscheiden“ und „Superfoods sind Medizin“, heißt es dort. Gelistet werden unter anderem:

  • Acai-Beeren
  • Chia-Samen
  • Goji-Beeren
  • Kichererbsen
  • Roher Kakao
  • Moringa
  • Chlorella-Alge
  • Ingwer und Kurkuma
  • Camu-Camu
  • Quinoa

Diese Exoten gelten als Superfood und das hat seinen Grund: Möglichst fremdklingende Namen sind wichtig, denn welcher Food-Gläubige lässt sich schon gerne sagen, dass Superfood so etwas Profanes wie eine Johannisbeere oder eine Erdbeere wäre. Und sowieso: „Heimisches Superfood“, das klingt ja fast wie ein Widerspruch. Der Prophet gilt nirgends weniger als im eigenen Land. Um die etwas hysterische Gesundheitsdebatte wieder etwas auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen, hier ein paar Fakten: Es gibt für die Wirksamkeit des exotischen Superfoods nahezu keinerlei seriöse Belege. Studien mit Tierversuchen legen eher den Verdacht nahe, dass zum Beispiel von Chia-Samen Entzündungen und Allergien gefördert werden.

Ist die Ernährung mit Superfood gesund?

Die folgenden Beispiele zeigen, wie unsinnig und zum Teil gefährlich es ist, einem Mode-Marketingtrend wie Superfood blind hinterherzulaufen, anstatt sich einfach über gesundes regionales Obst und Gemüse zu versorgen: Chia-Samen stammen ursprünglich aus Mexiko und Guatemala und wurden vor knapp 20 Jahren von der Futtermittelwirtschaft wiederentdeckt. Ihre auffälligste Eigenschaft: Sie binden die 25-fache Menge Wasser. Dadurch können sie im Darm Wasser ziehen und Massen bilden, die in manchen Fällen nur noch operativ entfernt werden können. Dazu kommt, dass der Ertrag der Chia-Samen-Ernte gering ist und so Ackerfläche für ergiebigere Nahrungsmittel blockiert wird, die mehr Menschen versorgen könnten. Das hat Ernährung mit Superfood zur Folge, wenn man einmal über den Tellerrand schaut. Die heimische Alternative: Leinsamen. Die enthalten sogar mehr Omega-3-Fettsäuren.

Superfood: Illegale Abholzung für Anbauflächen

Und was taugen Avocados als „Superfood“?  Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren der Butterfrucht gelten als besonders gesund. Ein kleines Stück Butter erfüllt übrigens denselben Zweck. Bei der Avocado liegt der Fettgehalt des Fruchtfleisches bei 20 Prozent – bei Butter ist der Anteil an der Masse 80 Prozent. Außerdem produziert die Avocado Mannoheptulose, eine unverdauliche Substanz, die die Bildung von Insulin blockiert. Und der Kern der Avocado, der die meisten Nährstoffe enthält? Den essen nicht einmal Tiere, der ist nämlich giftig. Aber in Mexiko wird der Kern tatsächlich in einem Rezept verwendet: zerkleinert und mit Käse bestreut ist es dort ein traditionelles Mäusegift.
Dazu kommt: Weil die Avocado so ein beliebter Bestandteil der vegetarischen Küche ist, gibt es einen Avocado-Boom, der zu illegalen Abholzungen in Mexiko führt, um Platz für den Anbau zu schaffen. Wenn sie dann nach tausenden Kilometern bei uns angekommen ist, muss sie nachreifen in speziellen Reifekammern.
Die heimischer Alternative: Oliven. Zwar nicht ganz heimisch, aber deutlich näher als die Avocado. Aber wenn es um gesunde Fettsäuren und Vitamine geht, kann sie mit dem Exoten mithalten. 

Superfood: Die Alternativen müssen nicht um die halbe Welt fliegen

Der nächste Patient: Quinoa. Es enthält viel Eiweiß, Magnesium und Eisen. Nur, da muss man erst einmal herankommen. Das Getreide wehrt sich gegen Schädlinge mit einer Menge Abwehrstoffe: Saponine, Phytin, Tannine, Oxalsäure, Häutungshormone und Enzyminhibitoren. Fisch geerntete Quinoa zu essen, ist daher eine extrem mutige Sache. Quinoa muss geschält oder eingeweicht werden, um es einigermaßen unbedenklich genießen zu können. Tut man das nicht und es kommen Saponine ins Blut, lösen sie die roten Blutkörperchen auf und schädigen unter anderem die Bauchspeicheldrüse.
Richtig ist: Angemessen zubereitet ist Quinoa eine gute Quelle für Magnesium, Eisen und Kalium. Wisse Sie, wer noch? Ein paar gute alte Bekannte: Hirse, Brombeeren, Erdbeeren, Johannisbeeren, sogar Stachelbeeren. Diese Nahrungsmittel müssen nicht um die halbe Welt fliegen, die kommen aus der Region und werden nicht mit Herbiziden behandelt, die nur jenseits der EU zum Einsatz kommen dürfen.

Exotische Beeren sind fast identisch mit heimischen

Und zu den übrigen Exoten aus der Aufzählung auch noch ein paar Vorschläge für heimische Alternativen:

  • Ingwer und Kurkuma: Gesunde Knollen, die unter anderem entzündungshemmend wirken. Die gute Nachricht: Die Knollen wachsen auch bei uns auf dem Fensterbrett, also nicht extra einfliegen lassen!
  • Goji-Beeren: Sie enthalten eine hohe Menge an Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen. Was das Marketing als „Superfood“ allerdings stört: Die schwarze Johannisbeere ist nahezu identisch – und hat dabei weniger Kalorien.
  • Acai-Beeren enthalten Omega-3, -6 und -9-Fettsäuren und Magnesium. Sie soll auch schlank machen und sexuell stimulieren, das ist aber nicht wissenschaftlich belegt. Als Alternative gibt es Heidelbeeren oder schwarze Johannisbeeren für Magnesium und für die Fettsäuren Leinsamenöl, Sonnenblumenöl und Rapsöl.
  • Roher Kakao: Der weist einen hohen Flavonoidgehalt auf, was den Blutdruck senkt. Ein Problem dabei ist: Man muss ihn in großen Mengen zu sich nehmen, damit der Effekt eintritt – und wer Kakao in Milch oder Schokoladenform zu sich nimmt, isst bei großen Mengen davon auch einiges mit, was nicht besonders gesund ist. Die gute Nachricht: Das gibt es auch alles hier bei uns. Äpfel, Birnen und rote Trauben enthalten Flavonoid und davon ist es weniger bedenklich, größere Mengen zu essen. Wer gerne noch eine Frucht hätte, die fiebersenkend und blutreinigend ist, der greift zur Himbeere.
  • Die Kichererbse wird in Indien, Burma und Pakistan angebaut. Sie enthält viel Eiweiß und Eisen, Zink, Mangan, einige Vitamine und auch Flavonoide. Und Sie werden es schon ahnen: unsere heimische Erbse auch. Der größte Unterschied ist schlicht der weniger unterhaltsame Name.
  • Und Camu-Camu? Die Pflanzenart enthält sehr viel Vitamin C und wieder wie fast jedes Superfood Antioxidantien und Flavonoide. Die heimische Alternative dazu: Hagebutte. Camu-Camu enthält 2-3 Gramm Vitamin C pro 100 Gramm Frucht, Hagebutte 1 Gramm pro 100 Gramm. Um unseren täglichen Vitamin-C-Bedarf zu decken, müssen wir etwa 10 Gramm Hagebutte zu uns nehmen. Wer stattdessen lieber 5 Gramm Camu-Camu isst, muss wirklich sehr genau auf sein Gewicht achten. Unter den gesunden Beeren gibt es auch einen Kandidaten, der beim Abnehmen hilft: die Erdbeere.
  • Algen wie die Chlorella-Alge wirken entgiftend, enthalten viel Chlorophyll und eine Menge Vitamine und Mineralstoffe. Das Problem: Man kann Algen nicht in großen Mengen essen, das wird nämlich bei manchen Sorten gesundheitsschädlich. Die heimische Alternative ist der Grünkohl. Der enthält ebenfalls viel Chlorophyll, Vitamine und Mineralstoffe, schmeckt besser als die Alge und ist auch bei größeren Mengen unbedenklich.
  • Der Superfood „Moringa“ ist ein Merrettichbaum aus Nordindien und gilt als nährstoffreichste Pflanze der Welt. Aber auch hier gilt, wenn wir aufmerksam um uns und unter uns schauen, finden wir einen heimischen Kandidaten, der mithalten kann – wir kennen ihn allerdings eher als Unkraut: Löwenzahn. Der zählt zu den drei nährstoffreichsten Lebensmitteln, die bei uns wachsen. 100 Gramm Löwenzahn decken den Tagesbedarf an 17 essenziellen Nährstoffen. Mehr schaffen nur Grünkohl und Petersilie.

So beerenstark sind unsere heimischen Beeren

Damit sind die Exoten so ziemlich entzaubert. Wer Wert legt auf Ökologie, der lässt sich nicht Zauberbohnen vom anderen Ende der Welt einfliegen und glaubt an Heilsversprechen. Vielmehr sollte man schauen, was vor der eigenen Tür liegt und in der Jahreszeit gerade reift. Und genau jetzt wären das die Beeren. Wer neugierig ist, was die sonst noch alles können, für den gibt es gleich eine Liste mit den beerenstarken Eigenschaften.

Beere Gesunde Inhaltsstoffe Wirkung
Erdbeere Vitamin C, Flavonoide, Salicylsäure, Gerbstoffe, Calcium, Kalium, Eisen gegen Durchfall, stoffwechselanregend, gegen Rheuma und Gicht
Himbeere Vitamin C, A, Rutin, Biotin, Kalium, Magnesium, Eisen, Ellagsäure bei Magen-Darmkatarrhen
Stachelbeere Vitamin C, Silicium, Zitronensäure, Calcium, Kalium, Magnesium, Pektin verdauungsfördernd, entwässernd, kräftigend für Haare und Nägel
Johannisbeere Vitamin C, Calcium, Kalium, Eisen, Phosphor, Zitronensäure, Pektin gegen Rheuma und Gicht, entgiftend, antibakteriell, immunsystemstärkend, harntreibend
Heidelbeere Vitamin C, Betacarotin, Eisen, Kalium, Natrium, Zitronensäure, Pektin, Quercetin, Anthocyane entzündungshemmend, blutbildend, gegen Durchfall, Magenschmerzen und Blasenschwäche
Preiselbeere Vitamin C, A, Betacarotin, Eisen, Magnesium, Kalium, Natrium, Arbutin, Flavonoide, Pektin verdauungsfördernd, cholesterinsenkend, gegen Durchfall, Harnwegsinfektionen, Gicht und Rheuma, antivirale, bakterizide und fungizide Wirkstoffe
Brombeere Eisen, Calcium, Ellagsäure entgiftend, krebshemmend, blutdrucksenkend
Holunderbeere Anthocyane, Flavonoide, ätherische Öle, Gerbstoffe Schutzwirkung vor Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, der Gelenke, Augen, Haut und Nieren, Stärkungsmittel bei fiebrigen Erkrankungen, gegen Rheuma und Gicht
Hagebutte Vitamin C, Pektin antioxidativ, abwehrstärkend, verdauungsfördernd, entzündungs-hemmend
Ebersche Vitamin C, A, Pektine, Gerbstoffe, Sorbit Wohltuend für Magen und Darm, antioxidativ, verdauungsfördernd, entzündungshemmend
Sanddorn Quercetin, vielfaches reicher an Vitamin C als Zitrusfrüchte Anreicherung verschiedener Produkte mit Vitamin C, pharmazeutische Verwendung bei Hautschäden durch Verbrennung und Sonnenbrand

[Quelle. https://www.gesundheit.de/ernaehrung/gesund-durchs-jahr/gesund-im-sommer/beerenzeit]

Außerdem haben wir noch einen Saisonkalender für heimische Beeren erstellt, damit Sie jederzeit wissen und weitersagen können, welche Beerensorten gerade frisch verfügbar sind.

Unsere Beerenschalen und sonstigen Verpackungen für Beeren

Damit die Beeren der Wahl ihre wertvollen Nährstoffe nicht einbüßen, ist es wichtig, sie richtig zu lagern und zu transportieren. Beeren sind sehr druckempfindlich, darum muss das bei der Wahl der richtigen Beerenschale berücksichtigt werden. Unsere Behältnisse unterscheiden sich in den Eigenschaften Polsterung, Feuchtigkeitsregulierung und Attraktivität, um für jede Beerensorge die passende Schale zu finden.

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